Die Tourismusbranche in Kärnten erlebt nach einer jahrelangen Phase sinkender Nächtigungszahlen eine deutliche Trendwende. In den Sommermonate zwischen Mai und September konnte ein Zuwachs von rund 7,8 Prozent bei den Übernachtungen verzeichnet werden. Dies entspricht insgesamt über 2,3 Millionen Ankünften innerhalb dieses Fünf-Monats-Zeitraums, was den Sektor aus einem langjährigen Dornröschenschlaf weckt.
Die positive Dynamik setzt sich auch in der traditionell schwächeren Nebensaison fort, wobei insbesondere der Oktober derzeit gut gebucht ist. Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung, sieht darin eine Chance, die touristische Saison nachhaltig zu verlängern. Ziel ist es, die aktuelle Nachfrage durch gezielte Bewerbungen und attraktive Angebote weiter zu nutzen und zusätzliche Reiseanlässe für Besucher zu schaffen.
Ein wesentlicher Treiber für dieses Wachstum ist die Inbetriebnahme der Koralmbahn sowie die intensivierte Kooperation zwischen Tourismusakteuren aus der Steiermark und Kärnten. Die enge Zusammenarbeit beider Regionen hat maßgeblich zu dem kräftigen Plus bei den Nächtigungen beigetragen. Dass diese Strategie greift, wird auch durch den Erfolg der Marketingkampagne „Ziemlich beste Freinde“ unterstrichen, die eine entsprechende Auszeichnung erhielt.
Dieser Aufschwung folgt auf eine schwierige Periode, in der Bemühungen zur Erschließung neuer Märkte zunächst keine ausreichenden Lösungen für die sinkenden Zahlen boten. Die aktuellen Daten aus dem September und Oktober signalisieren nun jedoch einen langfristigen positiven Trend. Kärnten positioniert sich damit verstärkt als Destination, die über die klassischen Sommermonate hinaus attraktiv für Reisende ist.



