Österreich hat sich im europäischen Vergleich als einer der intensivsten Nutzer des Schienenverkehrs etabliert. Laut den neuesten Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat belegt das Land im Jahr 2025 den dritten Platz innerhalb der Europäischen Union bei den gefahrenen Personenkilometern pro Einwohner. Mit insgesamt 1.588 Kilometern liegt Österreich nur knapp hinter Frankreich und Ungarn.
Die Statistik zeigt, dass lediglich in diesen drei EU-Staaten die Marke von 1.500 Personenkilometern pro Kopf überschritten wurde. An der Spitze dieses Rankings steht Ungarn mit 1.692 Kilometern, gefolgt von Frankreich mit 1.606 Kilometern. Außerhalb der EU setzt die Schweiz den europaweiten Maßstab mit knapp 2.500 Kilometern pro Person.
Im Gegensatz dazu verzeichnen mehrere Mitgliedstaaten eine deutlich geringere Bahnnutzung. Am unteren Ende der Skala finden sich Bulgarien mit 226 Kilometern, Litauen mit 164 Kilometern und Griechenland, das mit lediglich 69 Kilometern das Schlusslicht bildet. Diese Diskrepanz verdeutlicht die unterschiedliche Bedeutung der Schiene in den jeweiligen nationalen Verkehrssystemen.
Auf Gesamtebene der EU ist ein Wachstum der Bahnnutzung zu beobachten. Eurostat meldete für die gesamte Union einen Rekordwert von 457 Milliarden Personenkilometern. Dies entspricht einer Steigerung von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024, in dem noch 445 Milliarden Personenkilometer registriert wurden.



