Die Grünen kritisieren die aktuelle Lage der österreichischen Bahninfrastruktur und die Preisgestaltung der Tickets. Verkehrssprecher Georg Ecker bemängelt, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kontinuierlich teurer wird, während die Regierung gleichzeitig zu wenig in den notwendigen Ausbau investiere. Diese Diskrepanz führe zu einer Situation, in der Pendler trotz höherer Kosten mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert sind.

Die finanziellen Belastungen für die Nutzer steigen deutlich an. Pendler müssten in diesem Jahr durchschnittlich 300 Euro mehr für ihr Klimaticket aufwenden als im Vorjahr. Zudem wird prognostiziert, dass das VOR-Ticket im Jahr 2027 fast 40 Euro mehr kosten wird als im Jahr 2025, was insbesondere für Haushalte im ländlichen Raum kaum noch leistbar sei.

Die infrastrukturellen Mängel äußern sich in konkreten Problemen für die Fahrgäste, wie etwa durch Zugausfälle und lange Wartezeiten. Ein Bericht der „Krone“ über einen Pendler, der über eine Stunde länger als geplant unterwegs war, verdeutlicht die Problematik. Ecker kritisiert, dass Züge oft lange stehen bleiben, wodurch die tägliche Zeit mit den Familien der Betroffenen verkürzt wird.

Besondere Kritik übt der grüne Verkehrssprecher an der Vernachlässigung der Ostregion, die investitionstechnisch „aufs Abstellgleis“ gestellt werde. In Bezug auf die Forderung der SPÖ nach einem „Gratis-Öffi-Tag“ im Landtag betont Ecker, dass ein solcher Tag zwar schön sei, es jedoch wichtiger wäre, die Bezahlbarkeit des öffentlichen Verkehrs an jedem Tag des Jahres sicherzustellen.