Die österreichische Polizei hat die flächendeckende Einführung der Technologie „BioCapture“ auf ihren Dienstsmartphones abgeschlossen. Nach einem mehr als einjährigen Testbetrieb sind nun alle Polizistinnen und Polizisten im Land mit dieser technischen Ausstattung versehen. Damit ist Österreich ein Vorreiter bei der Implementierung solcher biometrischen Systeme im Polizeidienst.

Die neue Technologie ermöglicht es den Beamten, kontrollierten Personen direkt an Ort und Stelle Fingerabdrücke abzunehmen. Die Prints werden dabei unmittelbar auf dem Smartphone gescannt und verarbeitet. Dies beschleunigt die Identitätsfeststellung bei Kontrollen erheblich, da keine zeitintensive Weiterleitung in eine Station mehr notwendig ist.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) präsentierte die Neuerungen am Dienstag, den 3. November 2026, im Rahmen eines Lokalaugenscheins am Wiener Westbahnhof. Begleitet wurde er dabei von Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan. Die Präsentation unterstreicht die strategische Bedeutung der Digitalisierung innerhalb der Sicherheitsbehörden.

Das Ausmaß der Implementierung ist beachtlich, da die Technologie nun flächendeckend eingesetzt wird. Laut Innenminister Karner betrifft dies mehr als 32.000 Beamte in ganz Österreich. Die flächendeckende Verfügbarkeit markiert das Ende der Testphase und den Übergang in den regulären operativen Betrieb.