Der belgische Regierungschef Bart De Wever hat König Philippe seinen Rücktritt angeboten. Auslöser für diesen Schritt ist das vorläufige Scheitern der Verhandlungen über den Haushalt für das kommende Jahr sowie über ein notwendiges Sparpaket. Die Gespräche im belgischen Parlament führten zu keinem Ergebnis, was die Stabilität der aktuellen Regierung gefährdet.
König Philippe hat das Rücktrittsangebot des Premiers bislang nicht angenommen. Der königliche Palast teilte mit, dass das Staatsoberhaupt zunächst Gespräche mit den Spitzen der anderen vier Regierungsparteien führen möchte. Ziel ist es, die Situation innerhalb der Fünf-Parteien-Regierung zu bewerten, bevor eine endgültige Entscheidung über den Verbleib des Regierungschefs getroffen wird.
Die Gespräche mit den Vorsitzenden der Koalitionsparteien sind ab diesem Dienstag geplant. In dieser Phase bleibt Bart De Wever, der der flämischen Nationalistenpartei N-VA angehört, zunächst im Amt. Der König wird die verschiedenen Positionen der Koalitionspartner prüfen, um eine mögliche Lösung für den Budgetkonflikt zu finden.
Ein weiteres Treffen zwischen König Philippe und Bart De Wever ist bereits für kommenden Freitag angesetzt. Damit bleibt die politische Zukunft der belgischen Regierung vorerst offen, während der Palast versucht, die Koalition zu stabilisieren. Die Verhandlungen über die notwendigen Einsparungen bleiben der zentrale Streitpunkt der aktuellen Krise.



